Essen, 19. Februar 2018. Der Essener Immobiliendienstleister ista bringt Transparenz in die Energieverbräuche von Schulen. Mit Hilfe moderner Messtechnologie wird die Nutzung von Heizenergie im Schulgebäude ermittelt und die Ergebnisse als Verbrauchskurven auf großformatigen Bildschirmen angezeigt. So sind die tagesaktuellen Verbrauchswerte jederzeit sichtbar und vermitteln den Schülerinnen und Schülern ein Gefühl für den Energieverbrauch in ihren Klassenräumen. Für das beispielhafte En-gagement wurde das Bildungsprojekt heute vom Land NRW geehrt. Dr. Heinrich Dornbusch, Ge-schäftsführer der KlimaExpo.NRW, überreichte Thomas Zinnöcker, CEO der ista Gruppe, die offi-zielle Urkunde zur Aufnahme in die landesweite Leistungsschau für den Klimaschutz.

Fünf weiterführende Essener Schulen wurden im Rahmen des Bildungsprojektes zum Schuljahr 2017/18 mit modernster Technologie zum Messen von Energieverbräuchen ausgestattet. Die Er-gebnisse der Messstellen in den einzelnen Klassenzimmern werden ausgewertet und unter ande-rem als Verbrauchskurven auf großformatigen Bildschirmen angezeigt. Auf dieser Grundlage wer-den dann in einem weiteren Schritt im Klassenverbund gemeinsam Maßnahmen entwickelt, mit denen Energie eingespart werden kann. „Das Projekt schafft ein Bewusstsein für energiesparen-des Verhalten und trägt so aktiv zur Klimaschutzbildung bei. Aus diesem Grund freue ich mich be-sonders über die Aufnahme in unsere Leistungsschau“, so Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, bei der Urkundenübergabe. Bis 2022 präsentiert die KlimaExpo.NRW als Initia-tive der NRW-Landesregierung in 1.000 Schritten positive Beispiele für den Klimaschutz in und aus Nordrhein-Westfalen. Das Projekt „ista macht Schule“ markiert den 284. Schritt.

Energiesparen im Lehrplan
Um das Thema in den Lehrplan zu integrieren, entwickelten die Lehrerinnen und Lehrer der teil-nehmenden Schulen mit Unterstützung des Energiedienstleisters und der Klimaschutzmanager der Stadt Essen individuelle Unterrichtskonzepte. In interaktiven Unterrichtsgesprächen, „Energiede-tektiv“-Workshops und vielen weiteren Formaten werden die Schülerinnen und Schüler sensibili-siert und für ein energiebewusstes Verhalten motiviert. Sie entwickeln Maßnahmen und lernen, wie sie mit Hilfe der neu installierten Messtechnik in den nächsten Heizperioden ihren Energiever-brauch reduzieren können. Neben dem fachlichen Wissen über die Energienutzung, erlernen die Schülerinnen und Schüler so auch Handlungs- und Lösungskompetenzen, die sie als Multiplikatoren an weitere Schüler und auch in der Familie weitervermitteln können. „Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss daher in allen Altersklassen thematisiert werden. Mit unserem Projekt bringen wir Energieeffizienz in den Schulalltag und freuen uns, dass unser Einsatz nun auch durch die Aufnahme in die landesweite Leistungsschau der KlimaExpo.NRW Anerkennung findet“, sagt Thomas Zinnöcker, CEO der ista Gruppe.


Klimaschutz auf dem Abi-Zeugnis
Noch einen Schritt in Sachen Klimaschutz geht das Gymnasium Essen-Überruhr (GEÜ). Hier wurde in der Oberstufe der Projektkurs „GEÜ goes green“ gegründet. Das Besondere an diesem Kurs ist die mögliche Einbindung in die Gesamtwertung der Abiturnote. In dem Kurs setzen sich die Schüle-rinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Energieeffizienz auseinander. Dabei werden nicht nur die Themen Energie und Klima behandelt, sondern auch technische und ökonomische Aspekte von Effizienzmaßnahmen betrachtet. Die Essener Schule nutzt damit konsequent die vorhandenen Möglichkeiten, das Thema im Unterricht zu verankern und nimmt so eine bundesweite Vorreiter-rolle ein.

Ziel der Schulen ist es, die entwickelten Lehrkonzepte auch nach Ende der Pilotphase weiter fortzu-führen, um die Thematik fest im Lehrplan zu integrieren. Die eingesetzte Hardware für die Mess-stellen und die Visualisierung überlässt ista den Schulen nach Ende der Projektlaufzeit dafür zur weiteren Nutzung. „ista zeigt mit diesem Bildungsprojekt vorbildlich, dass sich technologisch wirt-schaftliche Innovationen und Klimaschutz nicht ausschließen. Erst durch die modernen Messtech-nologien können die Verbrauchsdaten visualisiert und Bewusstsein für einen nachhaltigen Energie-verbrauch geschaffen werden. Ein wichtiges Projekt in der Metropole Ruhr für den Wandel in den Köpfen“, so Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverband Ruhr.
 

Florian Dötterl

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