Essen/Mailand, 19. Juli 2016. Kurz nachdem Frankreich die individuelle Abrechnung von Wasser- und Wärmeverbräuchen in Mehrfamilienhäusern (Submetering) verpflichtend eingeführt hat, verschärft nun auch Italien das entsprechende Gesetz zur Umsetzung der Europäischen Energieeffizienzrichtlinie. So hat das italienische Parlament in seiner Sitzung am 14. Juli 2016 der Novellierung des Gesetzes Nummer 102 vom 4. Juli 2014 zugestimmt.

Neben zahlreichen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bestätigt die Novellierung die verpflichtende Einführung der individuellen Heizkostenabrechnung. Danach müssen in Italien bereits bis zum 31. Dezember 2016 Wohnungen mit Geräten zur verbrauchsabhängigen Messung und Abrechnung von Wärmeverbräuchen ausgestattet werden. Wird diese Frist nicht eingehalten, werden Bußgelder fällig. „Mit der Gesetzesnovellierung kommt Italien in einem weiteren Schritt der Umsetzung der Europäischen Energieeffizienzrichtlinie nach und setzt ein wichtiges Signal für mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich“, erklärt Ulrich Fischer, der verantwortliche Regionalleiter bei ista International GmbH. „Es freut uns sehr, dass auch die italienische Regierung die Bedeutung des Submeterings erkannt hat. Letztlich hat der enorme Einspareffekt in anderen europäischen Ländern wie Deutschland und Dänemark gezeigt: Submetering ist eine ebenso effektive wie niedriginvestive Energieeffizienzmaßnahme.“

Spätestens ab Januar 2017 erhalten dann in Italien alle Bewohner von Mehrfamilienhäusern einmal im Jahr eine persönliche Heizkostenabrechnung. Die Kosten werden pro Wohneinheit erfasst und verbrauchsgerecht verteilt. Jeder Bewohner zahlt dadurch nur noch für die Energie, die er tatsächlich genutzt hat. Darüber hinaus wird der einzelne durch die erhöhte Transparenz in die Lage versetzt, sein Verbrauchsverhalten anzupassen und dadurch Energie und Kosten einzusparen sowie seine persönliche CO2-Bilanz zu verbessern.

In vielen anderen europäischen Ländern ist das Submetering seit Jahren erfolgreich etabliert. In Deutschland wurden seit der Einführung im Jahr 1981 mehr als 350 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Diese erheblichen Einsparungen sind darauf zurückzuführen, dass ein Haushalt durch die erhöhte Verbrauchs- und Kostentransparenz durchschnittlich 20 Prozent seines jährlichen Wärmeverbrauchs einspart. Grund dafür: Sobald die Bewohner wissen, was sie verbrauchen, achten sie mehr auf ihren eigenen Verbrauch.

Florian Dötterl

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