Essen/Paris, 24. Juli 2015. Die französische Nationalversammlung hat ein umfassendes Gesetz zur Energiewende verabschiedet. Danach soll bis 2050 der Energieverbrauch halbiert werden und ein Drittel des Bedarfs aus erneuerbaren Energien kommen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt man auch auf mehr Energieeffizienz im Gebäude und konkret unter anderem auf die verpflichtende Einführung des Submeterings. Künftig sollen die Bewohner von Mehrfamilienhäusern in Frankreich durch die  individuelle Erfassung ihrer Heizungs- und Warmwasserverbräuche selbständig und unabhängig Energie, Kosten und CO2 einsparen können.

Durch die Einführung der individuellen Verbrauchserfassung in Mehrfamilienhäusern setzt Frankreich damit als weiteres großes europäisches Mitgliedsland in einem ersten Schritt die Vorgaben der Europäischen Energieeffizienzrichtlinie (EED) um. Die EED sieht vor, bis Ende 2016 in Europa Mehrfamilienhäuser mit zentraler Heizungsanlage mit entsprechenden Heizkostenverteilern bzw. Wärmezählern auszustatten. Dadurch sollen insbesondere Mieter Transparenz über ihr energetisches Verhalten bekommen, um so gezielt selbst Energie, Kosten und CO2 einsparen zu können. Auf Grundlage von Erfahrungswerten in Ländern wie Deutschland oder Dänemark, die eine entsprechend individuelle Heizkostenabrechnung für Mieter bereits seit Jahrzehnten umsetzen,  steigt die Motivation, den eigenen Verbrauch und die damit verbundenen Kosten zu reduzieren, durch diese Transparenz erheblich. Die EU-Kommission schätzt die so erzielbaren jährlichen Einsparungen auf 15 bis 25 Prozent des jeweiligen Wärmeverbrauchs in Mehrfamilienhäusern.

„Es ist ein wichtiges Signal auch für andere europäische Länder, dass unsere französischen Nachbarn bei ihrer Energiewende nicht nur auf große Infrastrukturprojekte zur Stromerzeugung setzen, sondern auch auf Energieeffizienz im Gebäude“, so Walter Schmidt, CEO von ista International. „Dass sie dabei auf die konsequente Einführung des Submeterings setzen, zeigt, dass sie das große Potential und die Reichweite dieser geringinvestiven Effizienzmaßnahme im Gebäude erkannt haben.“
 

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