Ein Namensbeitrag von Walter Schmidt, CEO ista International

 

Wie verändert die rasant fortschreitende Digitalisierung unseren Alltag, unser Arbeiten, sogar unser Denken? Und was müssen wir heute unternehmen, um diese Entwicklung so zu unterstützen, dass die wichtigsten Leitplanken gesetzt sind und wir nicht zu bloßen Datenträgern in einer voll digitalisierten Welt werden? Neben der Frage nach der Energiezukunft ist es diese „Digitale Agenda“, die zu den Hauptprojekten unserer Zeit gehört. Die „Digitale Agenda“ muss etwa klären, wie das Breitbandnetz in naher Zukunft zügig ausgebaut werden kann. Wie lassen sich vor diesem Hintergrund die neuen digitalen Möglichkeiten nutzen, um wichtige Ressourcen wie Strom, Gas oder Wasser nachhaltig einzusparen? Und wie sieht das „Intelligente Wohnen“, das „Smart Home“ von morgen aus?

Visionen für die schöne, „smarte“ Welt, gibt es heute schon genug. Meine Haustür erkennt in dieser Welt, wenn jemand die Wohnung betritt, die Energiedaten lassen sich jederzeit einsehen und steuern, die Espresso-Maschine in der Küche nimmt per App die Bestellungen aus dem Schlafzimmer entgegen. Mit nur einem mobilen Endgerät steuere ich das alles, von der Raumüberwachung, über den Fernseher bis hin zum Energiemanagement des Elektroautos, das als smarter mobiler Energiespeicher vor meiner Haustür parkt.

Bequemlichkeit hat Grenzen
Das Wohnen und Leben könnte also so „smart“ sein. Viele Fragen aber bleiben weiterhin offen. Bedeutet es, dass wir in Zukunft wirklich alles im Gebäude miteinander vernetzen, vom Lichtschalter, über die Heizungstechnik bis zum Kühlschrank? Inwieweit bleiben dann die Daten unter der Kontrolle des Bewohners und werden eben nicht zur bloß kühlen „Handelsware“ Dritter? Und wie lassen sich die entsprechenden Systeme wirtschaftlich für den einzelnen Verbraucher installieren und betreiben, besonders auch für Mieter in Mehrfamilienhäusern? Im Strombereich, bei der Frage um „Smart Metering“-Systeme, die basierend auf intelligenten Stromnetzen den individuellen Stromverbrauch des jeweiligen Nutzers visualisieren und steuern, sind die Fragen von Wirtschaftlichkeit und Datenschutz noch sehr komplex. Denn der Stromverbrauch verrät allgemein sehr präzise Details über Lebensstil und private Gewohnheiten.

Herausforderung Smart Metering
Smarte Stromsysteme berühren durch ihre notwendige Anbindung an smarte Übertragungsnetze außerhalb des Wohngebäudes stets auch Bereiche von öffentlichem Interesse. Ihre grundsätzliche Integration in ein Gebäude ist damit deutlich sensibler und aufwendiger. Im Wärmebereich dagegen entfällt die kostenintensive Anbindung der smarten Haustechnik an ein smartes Stromübertragungsnetz. Die intelligente Wärmeerfassung- und –steuerung beginnt in Mehrfamilienhäusern erst an der Heizungsanlage im Keller und wird damit – wie etwa die Wartung einer Fahrstuhlanlage oder die Treppenhausreinigung – zentral von der Hausverwaltung bzw. vom Eigentümer für das Gesamtgebäude beauftragt. Im Vergleich zu den riesigen Datenmengen einzelner Stromquellen, die durch das Smart Metering erfasst werden – von der Waschmaschine bis hin zu einzelnen Lichtquellen in unterschiedlichen Räumen -, beschränkt sich das Sub-Metering weiterhin nur auf die Messung und Visualisierung des Wärme- und Warmwasserverbrauchs in einer Wohnung bzw. Liegenschaft. Komplexe Datenprofile werden nicht erfasst. Es ist dabei der „smarte“ Ansatz des Sub Meterings, allein durch diese transparente, unterjährige und idealer Weise monatliche Aufbereitung des Wärme- und Warmwasserverbrauchs über digitale Kanäle dem Mieter Steuerungsmöglichkeiten über seinen Energieverbrauch zu geben. Alle bisherigen Studien zum Sub-Metering und zur unterjährigen Information über Heizungsverbräuche zeigen: das Einsparpotenzial ist gemessen am Investitionsaufwand riesig.

Smarte Messtechnik bei ista
Die digitale Zukunft hat für ista damit längst begonnen. Unsere Funktechnik zur Fernablesung der Verbrauchsdaten setzt Maßstäbe. Wir bewegen uns dabei auf einem Markt, der nicht erst noch entwickelt oder gefördert werden muss. Allein in Deutschland sind mehr als 150 Unternehmen in der Mess- und Abrechnungsbranche aktiv. Der Kunde kann dabei zwischen den verschiedensten Systemen und Finanzierungsmodellen frei wählen. Er kann entscheiden, ob er den Ableseservice in Anspruch nimmt oder die Verbräuche in Eigenregie abliest und aufbereitet. Große amerikanische Unternehmen bieten ihre Produkte und Services ebenso am Markt an wie kleine, lokal begrenztere Familienbetriebe. Unser funkbasiertes, „smartes“ Produkt zur unterjährigen Verbrauchsinformation – EDM Premium – ist kein Pilotprojekt mehr, sondern fester Bestandteil unseres Produkt- und Serviceportfolios. Es leistet das, was wir von „smarten“ Produkten erwarten, dass unser Alltag nämlich spürbar leichter wird, wir Zeit, Geld und Ressourcen effektiv einsparen. Wir bei ista arbeiten in diesem Sinne heute bereits an einer Schlüsseltechnologie für die digitale Lebenswelt, nämlich an der Schaffung von Transparenz.

Florian Dötterl

Leiter Unternehmenskommunikation & Politik

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Dr. Torben Pfau

Pressesprecher

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